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Die Sehschule

befindet sich im ersten Stock der Praxis und wird geleitet von der Orthoptistin Susanne Lindlar.

In der Bundesrepublik werden jährlich etwa 4 Millionen Menschen wegen Schielerkrankungen behandlungsbedürftig. Bei den Patienten handelt es sich vorwiegend um Kinder, hier spielt vor allem die Prävention eine große Rolle. Je früher eine angeborene oder im Kleinkindalter auftretende Sehstörung entdeckt und behandelt wird, umso eher lassen sich Dauerschäden vermeiden und umso erfolgreicher ist das Behandlungsergebnis.

Aber auch die Zahl der Erwachsenen mit Sehstörungen und Schielerkrankungen nimmt deutlich zu: oftmals treten durch die intensive Beanspruchung z.B. an bildschirmorientierten Arbeitsplätzen bereits vorhandene Störungen im beidäugigen Sehen in den Vordergrund und bedürfen dann der Behandlung durch die Orthoptistin. Ebenso gewinnt die Diagnostik, Therapie und Rehabilitation bei Patienten mit Sehstörungen durch Unfall oder Schlaganfall an Bedeutung.

Susanne Lindlar, Orthoptistin

 

 

 


Schielen und Amblyopie

Schielen (Strabismus) nennt man die meist beständige oder immer wieder auftretende Fehlstellung eines oder beider Augen - beide Augen schauen nicht in die gleiche Richtung. Schielen ist oft mit einer schweren Sehbehinderung verbunden. Schielende Babys und Kleinkinder bedürfen einer möglichst frühzeitigen Therapie, die dann umso wirkungsvoller und weniger belastend für das Kind ist.

Zu einer Sehschwäche (Amblyopie) kommt es beim Schielen durch die nicht deckungsgleichen Bilder, die die Augen dem Gehirn liefern, und damit das räumliche Sehen erschweren oder gar verhindern. Das vom schielenden Auge übermittelte Bild wird vom Gehirn unterdrückt - und das so nicht benutzte Auge wird nach einiger Zeit sehschwach (amblyop). Dieses Auge ist organisch sonst gesund, die Sehschwäche kann bei Nichtbehandlung aber lebenslang bestehen bleiben, das dreidimensionale Sehen erlischt.